Erster Gründergipfel NRW

ERSTER GRÜNDERGIPFEL NRW: MINISTER DUIN UND NRW.BANK VERLEIHEN NEUEN GRÜNDERPREIS „GIPFELSTÜRMER NRW 2012“ AN JUNGE UNTERNEHMEN

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk teilt mit:

gruendergipfel_01_09112012_2.jpgWirtschaftsminister Garrelt Duin und der Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK, Dietmar P. Binkowska, haben auf dem „Gründergipfel NRW“ den Gründerpreis „Gipfelstürmer NRW 2012“ verliehen. Ausge­zeichnet mit insgesamt 8.000 Euro wurden drei junge Unternehmer: Daniel Greitens, Gründer des Unternehmens maximago aus Lünen (5.000 Euro), Carsten Klaus Janneck, Gründer von KTG Railservice aus Gelsenkirchen (2.000 Euro), und Sebastian Wagener, Gründer des Unternehmens FarbFilmFreun.de aus Dortmund (1.000 Euro).

Minister Duin: „In der nordrhein-westfälischen Gründungslandschaft steckt viel Kreativität und Potenzial für Innovation, Wachstum und neue Arbeitsplätze. Das haben die ersten ‚Gipfelstürmer NRW’ eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit Förderprogrammen und guter Beratung unter­stützt das Land Nordrhein-Westfalen Gründerinnen und Gründer.“

Eine Fachjury aus Wirtschafts- und Gründungsexperten hatte die drei Unternehmen aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählt. Bewertet wur­den neben dem Geschäftserfolg – gemessen am Umsatz und der Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze – die Kreativität der Geschäftsidee, die Entwicklung besonders innovativer oder Ressourcen schonender Pro­dukte, neuer Produktionsverfahren aber auch die Vereinbarkeit von Fa­milie und Beruf.

In Nordrhein-Westfalen solle keine erfolgversprechende Idee an der Fi­nanzierung scheitern, erklärte Dietmar P. Binkowska von der NRW.BANK: „Gründerinnen und Gründer unterstützen wir zum Beispiel mit dem besonders zinsgünstigen NRW.BANK.Gründungskredit, mit dem NRW/EU.Mikrodarlehen oder mit Eigenkapital aus dem NRW.BANK.Seedfonds. Gleichzeitig stehen wir ihnen mit unserem Be­ratungsangebot zur Seite.“

gruendergipfel_01_09112012_3.jpgBeim ersten Gründergipfel NRW haben sich Gründerinnen und Gründer einen Tag lang zum Thema Selbstständigkeit beraten lassen. Experten der STARTERCENTER.NRW, der Förderbanken und des Bundeswirt­schaftsministeriums standen für Erstberatungen zur Verfügung.

Über seine Erfahrungen als Manager berichtete Christian Vogt, CEO der Firma Pixomondo Germany. Der Spezialist für Filmeffekte gewann die­ses Jahr einen Oscar für die Animation des Scorsese-Films „Hugo Cabret“. Florian Mennigen, Ruderer im Deutschland-Achter und Gold­medaillengewinner der Olympischen Spiele 2012, nahm an der Talk­runde „Von den Besten lernen“ teil. Am Abend wurde die bundesweite Gründerwoche durch das Bundeswirtschaftsministerium offiziell eröffnet. Sie findet vom 12. bis 18. November 2012 mit zahlreichen Veranstaltun­gen in ganz Deutschland statt.

Veranstalter des Gründergipfels in Düsseldorf waren das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk gemeinsam mit der NRW.BANK, der KfW Bankengruppe und dem Bundeswirtschaftsministerium.

Weitere Informationen finden Sie unter www.gruendergipfel.nrw.de.

Fotos von der Preisverleihung finden Sie hier: http://www.gruendergipfel.nrw.de/presse/pressebilder.html.

Pressekontakt:
E-Mail: Ulrike.Coqui@mweimh.nrw.de
Telefon 0211 837 – 2607

Quelle: www.nrw.de


Gipfelstürmer NRW 2012

2. PLATZ: CARSTEN KLAUS JANNECK, GESCHÄFTSFÜHRER KTG RAILSERVICE GMBH

ktg_janneck_klein_1.jpg„Das Credo von KTG: Service in Bewegung! Unseren Schienenfahrzeugtechnikern ist kein Weg zu weit. Wir fahren mit unserer Ausrüstung zum Kunden und nehmen Reparaturen und Fehlerdiagnosen vor Ort, oft auf dem Gleis, vor. Die Werkstatt kommt dahin, wo der Kunde sie braucht und das europaweit.“

Name:
Carsten Klaus Janneck

Geburtsdatum:
01.09.1967

Ausbildung:
1990 – aktuell: diverse bahnspezifische Ausbildungen, z. B. Sachverständiger für Lokomotiven
1991 – 1995: Ausbildung zum staatlich geprüften Elektrotechniker
1984 – 1988: Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker

Unternehmen:
KTG Railservice GmbH in Gelsenkirchen, gegründet im Juni 2008

Produkte / Dienstleistungen:
Europaweite Reparatur von Schienenfahrzeugen
Instandhaltung, Wartung und Instandsetzung von Schienenfahrzeugen in eigenen und Partnerwerkstätten, europaweit

Motivation zur Gründung:
Eigene Ideen umsetzen zu können und dem Kunden maximale Flexibilität zu bieten: Service in Bewegung!
Den freien Markt für Instandhaltungsservice im Sektor Schienenverkehr zu nutzen

Unterstützung / Beratung durch:
Keine

Anzahl Beschäftigte:
2008: Ein-Mann-Unternehmen
2012: 16 Mitarbeiter an zwei Standorten in Duisburg und Rotterdam (Niederlande)

Ausblick / Ziele des Unternehmens:
30 Mitarbeiter bis 2013
Ausbau der Standorte Duisburg und Rotterdam/Niederlande

Quelle: www.gipfelstuermer.nrw.de


NRW.Bank – Fördermagazin

//GRÜNDUNG: ERFOLGREICH AM ZUG

0357_KTG_Artikelheader-300x180.jpgWenn die Lok eines Güterzugs streikt, ist äußerst schnelle Hilfe gefragt. Schließlich wird ein Gleis blockiert, weil es keinen Standstreifen zum Ausweichen gibt. Dann kommen Carsten Janneck und seine Mitarbeiter von der KTG Railservice GmbH zum Einsatz. Als „Gelbe Engel“ für die Schiene machen sie defekte Lokomotiven wieder flott – und das europaweit. Seit seiner Gründung 2008 ist das Gelsenkirchener Unternehmen stetig auf Erfolgskurs. Ein guter Grund, sich für GIPFELSTÜRMER NRW, den neuen Award für Existenzgründer in Nordrhein-Westfalen, zu bewerben.

Insbesondere für kleinere Eisenbahnverkehrsunternehmen werden defekte Zugmaschinen schnell zu einer großen finanziellen Belastung. Je länger die Lok steht, vielleicht sogar ICE-Gleise blockiert, desto mehr Kosten entstehen. Da ist rascher, reichweitenstarker Vor-Ort-Reparaturservice gefragt. Und genau in diesem Bereich hat Carsten Janneck eine Marktlücke entdeckt und geschlossen.

Den Traum vieler kleiner Jungen, die Faszination Eisenbahn zum Beruf zu machen, hatte er vorher schon verwirklicht. Bevor er die Gründung seiner eigenen GmbH in Angriff nahm, arbeitete er bei einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn und war als Projektleiter für Reparatur und Instandhaltung von Lokomotiven zuständig. Hightech-Werkzeug kommt zum Einsatz, um Loks zu prüfen und wieder flott zu machen.
 

WEITREICHENDE ENTSCHEIDUNG

0357_KTG_Artikelbild01.jpg„Ich könnte nicht, wie viele andere, sagen, dass ich schon immer Unternehmer werden wollte“, berichtet Carsten Janneck. „Aber irgendwann hat es mich einfach gereizt, mein eigener Herr zu sein und meine Ideen frei umsetzen zu können.“ Mit Anfang Vierzig machte er sich nach einem dreiviertel Jahr intensiver Vorbereitung fast von einem Tag auf den anderen mit der KTG Railservice GmbH selbstständig. „Freitag hatte ich meinen letzten Arbeitstag als Angestellter, am darauf folgenden Montag meinen ersten Tag als Geschäftsführer von KTG. Mit zwei Werkstattwagen haben mein erster Mitarbeiter und ich dann angefangen, defekte Güterloks wieder flott zu machen“, erzählt Carsten Janneck stolz. In Sachen Entfernung, die zum Einsatzort zurückgelegt wird, ist die KTG damit Vorreiter in der Branche. „Ein mobiler Service gehört zwar bei den meisten Eisenbahninstandhaltungsunternehmen zum Angebot, doch liegt das Limit meist im Umkreis von 100 Kilometern. „Diese Flexibilität ist sicher einer unserer entscheidenden Erfolgsfaktoren“, hebt Carsten Janneck hervor und ergänzt, „neben dem hohen Qualitätsanspruch, dem starken Engagement und dem umfassenden Erfahrungsschatz meiner Mitarbeiter.“ So hat KTG in nur drei Jahren eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geschrieben. KTG Railservice setzt auf gut ausgebildete, erfahrene Mitarbeiter.
 

UNTERNEHMENSIDEE MIT ZUGKRAFT

0357_KTG_Artikelbild02.jpgSchon in den ersten beiden Jahren war Verstärkung für das Team dringend erforderlich und 2012, nur vier Jahre nach der Gründung, hat das Unternehmen bereits 15 Mitarbeiter. „Auf dringenden Kundenwunsch haben wir im Jahr 2011 unsere erste eigene Werkstatt in Duisburg eröffnet. Ein Jahr später folgte eine zweite Werkstatt in Rotterdam. So sind wir nun in zwei Zentren des europäischen Güterverkehrsaufkommens präsent“, berichtet Carsten Janneck. An beiden Servicestützpunkten werden von der niedrigsten bis zur höchsten Wartungsstufe alle Arbeiten, die für die sogenannte korrektive oder präventive Instandhaltung einer Lok erforderlich sind, erledigt – also sowohl akute Störungen behoben als auch regelmäßige Wartungen und Inspektionen durchgeführt. Dabei ist der Dienstleister weiter auf Wachstumskurs: 2011 legten die KTG-Mitarbeiter bei circa 760 Loks Hand an, 2012 schon bei 800 Loks.

In Anbetracht solcher Zahlen resümiert Carsten Janneck: „Mit Anfang 40 sein eigenes Unternehmen zu gründen, erforderte natürlich einiges an Mut. Aber dann hatte ich ja auch bereits viel Erfahrung in der Branche gesammelt. Wenn ich jetzt zurückblicke, habe ich schon das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben.“


Wettbewerbs- und Zukunftschancen

Auf die Idee, sich mit der KTG für den GIPFELSTÜRMER NRW zu bewerben, ist er durch Zufall gekommen: „Meine Frau hat die Anzeige dafür gesehen und dann dachten wir uns: warum nicht?“ Der GIPFELSTÜRMER NRW ist der Nachfolger des START-AWARD NRW, an dem sich seit 2005 viele junge Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung beteiligt haben. 2012 loben die NRW.BANK und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen erstmalig gemeinsam den neuen Award für Existenzgründer aus Nordrhein-Westfalen aus. Verliehen wird der GIPFELSTÜRMER NRW 2012 während des GRÜNDERGIPFELS NRW. Dahinter verbirgt sich eine neue zentrale Informations- und Beratungsplattform rund um die Themen Existenzgründung, Unternehmensentwicklung und -finanzierung. „Die Tatsache, dass wir es bis in die Endrunde geschafft haben, ist für unser gesamtes Team eine tolle Motivation. Und es ist natürlich eine besondere Bestätigung, dass ausgewiesene Finanzexperten meine Gründungsidee in die Auswahl für eine Auszeichnung aufnehmen“, freut sich Carsten Janneck.

Ob Gewinner des Wettbewerbs oder nicht, daran, dass es für die KTG auch in Zukunft weiter bergauf geht, besteht für ihn kein Zweifel. In den nächsten Jahren möchte er die Standorte in Duisburg und Rotterdam weiter ausbauen sowie das Team vergrößern. „Auf Schnelligkeit kommt es uns beim Wachstum nicht an, wir machen das so weiter wie bisher: stetig, solide und unternehmerisch. Dabei blicken wir stets über den Tellerrand hinaus.“


Gelsenkirchener ist „Gipfelstürmer NRW”

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GELSENKIRCHEN. GELERNT HAT CARSTEN JANNECK ERNERGIEANLAGEN-ELEKTRIKER. NUN SOLL ER FÜR SEIN JUNGES UNTERNEHMEN, DAS MIT DER REPARATUR VON LOKS EINE MARKTLÜCKE AUFSPÜRTE, MIT DEM GRÜNDERPREIS „GIPFELSTÜRMER NRW” AUSGEZEICHNET WERDEN.

Carsten Janneck (45) sitzt in seinem Esszimmer. Während er von seiner Nominierung für den Gründerpreis „Gipfelstürmer“ erzählt, hält er eine Modelllok in seinen Händen und sagt: „Eigentlich habe ich keinen Spaß an Modelleisenbahnen.“ Und das, obwohl Eisenbahnen, beziehungsweise ihre Instandhaltung, das Kerngeschäft seines Unternehmens bilden.

2008 gründete der gelernte Energieanlagen-Elektriker, der an der Abendschule eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Elektrotechniker machte, seine Firma „KTG GmbH railservice“. Gewartet und repariert werden in erster Linie Schienenfahrzeuge des Güterverkehrs. Angefangen hat Janneck mit nur einem Angestellten und einer Idee: der mobilen Reparatur von Loks vor Ort. „Wir wollten so etwas wie der ADAC sein – nur eben für Loks“, erklärt er, „das war neu und deshalb hatten wir da auch schnell Erfolg.“
 

FIRMA IST EUROPAWEIT TÄTIG

Heute beschäftigt Janneck 16 Angestellte, hat sein Angebot ausgebaut und führt auch Wartungen von Schienenfahrzeugen durch. Hierfür unterhält er seit 2011 eine Werkstatthalle in Duisburg, seit diesem Jahr eine weitere in Rotterdam. „Wir sind europaweit tätig, und hier finden sich zwei wichtige Angelpunkte für den Verkehr von Güterfahrzeugen.“

Dass sein Unternehmen so erfolgreich ist, hat Janneck seinem Mut zu neuen Ideen und der soliden Umsetzung zu verdanken. Deshalb gehört er zu den drei Nominierten für den Gipfelstürmer-Preis, der Innovationslust und wirtschaftlichen Erfolg belohnen will. „Innovation ist ein großes Wort“, sagt Janneck, „aber ich denke, dass es unseren mobilen Service so vorher nicht gegeben hat.“

Die Idee kam Janneck in der Praxis. „Ich habe 20 Jahre für eine Tochterfirma der Bahn gearbeitet, war Werkstattleiter.“ Dort habe er in Gesprächen mit privaten Lok-Anbietern von deren Problemen bei Reparaturbedarf gehört. „Irgendwann kam der Punkt, an dem ich selbst an dieser Stelle ansetzen wollte“, sagt Janneck. In Deutschland, in Polen, Bratislava oder Rotterdam wurde bald nach dem „Schienen-ADAC“ verlangt. Kontakte zu früheren Kunden wurden beim Ausbau des Netzwerkes zu Kapital, die Qualität des Angebots sprach sich herum.
 

DER RUBEL ROLLT

So sehen wir die Heimat selten: Auf der WLE-Lok geht es von Lippstadt bis zur Stein-Verladestation in Warstein – wieder zurück.
„Unsere Kunden wissen, dass wir qualitativ hochwertig vor Ort arbeiten. Mit unserem Angebot ersparen wir ihnen Kosten“, erklärt Janneck. Nicht einmal habe er bisher mit roten Zahlen kämpfen müssen. Im Gegenteil. „Wir haben unseren wirtschaftlichen Erfolg – und da bin ich stolz drauf – seit unserer Gründung jährlich verdoppelt“, sagt er. Obwohl der Unternehmer Carsten Janneck hauptsächlich von Duisburg aus seine Geschäfte koordiniert, ist sein Firmensitz in Gelsenkirchen, quasi bei ihm zu Hause. „Das soll auch so bleiben“, sagt er.

Dass er vom eigenen Schreibtisch aus ein europaweit agierendes Unternehmen gründen konnte, verdankt Janneck dem mobilen Grundgedanken seines Angebots. „Wir mussten anfangs bis auf den Anteil zur Gründung einer GmbH nicht viel investieren“, sagt er, „wir brauchten nur ein Auto, unser Handy und einen Laptop, wir mussten kein Gebäude beziehen, sondern fuhren vor Ort zum Kunden.“ Als Unternehmer fühle sich Janneck in seiner Heimatstadt nach wie vor wohl. Durch die Ausweitung des Angebots war Duisburg wegen seiner Bedeutung für den Güterverkehr jedoch der richtige Standort für eine Werkstatt.

Melanie Meyer
Quelle: www.derwesten.de 08.09.2012

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